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Chinas Beidou-System stellt das US-GPS in 165 Ländern in den Schatten

2020-12-07

Unter den 195 großen Ländern der Welt gibt es 165 Landeshauptstädte (85 %). Die Frequenz der Beidou-Satellitenbeobachtung ist höher als die desGPS.

Japans „Nikkei Asian Review“-Artikel vom 25. November, Originaltitel: In 165 Ländern hat Chinas Beidou-Satellitennavigationssystem das in den Schatten gestelltGlobales Positionierungssystem (GPS) der Vereinigten Staaten. In Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. In einer geschäftigen Stadt mit 4,8 Millionen Einwohnern erfreut sich der Online-Lebensmittellieferdienst Deliver Addis großer Beliebtheit, da seine App Lebensmittel sehr präzise an den Standort der Kunden liefern kann. Das Geheimnis dieser Genauigkeit ist Chinas Satellitennavigationstechnologie.

Das schnelle Wachstum dieser App wird teilweise durch das Satellitennavigationssystem Beidou vorangetrieben, das kürzlich Fortschritte gemacht hat, die Pekings Erfolge im globalen Kampf um die Datendominanz unterstreichen.

Miyuki Furukawa, die Besitzerin eines japanischen Restaurants in Addis Abeba, sagte, seit sie vor 13 Jahren aus Japan hierher kam, „haben sich die Standortinformationen von Smartphones sprunghaft verbessert“.

In der Vergangenheit standen die Vereinigten Staaten an der Spitze dieser Technologie. 1978 startete das Unternehmen den ersten Navigationssatelliten, aus dem das System bestandGlobales Positionierungssystem (GPS). Doch GPS, das lange Zeit die einzige Wahl war, wird nun vom Beidou-Satellitennavigationssystem überholt.

Im Jahr 1994 begann der Startschuss für das chinesische Beidou-Satellitennavigationssystem, das im Juni dieses Jahres offiziell fertiggestellt wurde. Pekings Ziele sind nicht nur wirtschaftlicher Natur.

Daten von Trimble Navigation, einem US-amerikanischen Satellitensignalempfangsunternehmen, zeigen, dass es unter den 195 großen Ländern der Welt 165 Hauptstädte (85 %) gibt. Die Frequenz der Beidou-Satellitenbeobachtung ist höher als die vonGPS.

Es gibt bis zu 30 Beidou-Satelliten, die kontinuierlich Signale nach Addis Abeba senden, was doppelt so viel ist wie das US-System. Dies ist vor allem auf die lokale Beliebtheit günstiger Smartphones chinesischer Marken zurückzuführen.

Während des größten Teils des halben Jahrhunderts seit der Geburt des Internets waren die Vereinigten Staaten die unbestrittene treibende Kraft im Cyberspace, doch dieser schnell wachsende Bereich unterliegt rasanten Veränderungen. In dieser Zeit, in der alle Technologien in den Informationskrieg einbezogen werden, bewegt sich China auf ein neues Wettbewerbsfeld zu: den Weltraum, das Internet und sogar den Bereich „Brain Advantage“.

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